Kopf-,
Nacken- und Rückenschmerzen:
Zahnärztliche Verfahren können helfen Kopf-, Nacken- und Gesichtsschmerzen zählen zu den am häufigsten
von Schmerzen betroffenen Körperregionen. Betroffene wissen,
welch eine Einschränkung der Lebensqualität damit verbunden
ist. Etwa 70 % der Deutschen kennen das Leiden in mehr oder weniger
starker Ausprägung aus eigener Erfahrung. Oftmals dauern die
Beschwerden über Jahre an, weil eine organische Ursache oder
akute Erkrankung nicht festgestellt werden kann.
Mehrere klinische Untersuchungen haben gezeigt, dass solche Schmerzgeschehen
häufig Folge einer Funktionsstörung des Kiefergelenks
und dem dazu gehörigen Kauorgan sind. Der Kauapparat zählt
zu den sensibelsten Systemen unseres Körpers. Kau- und Rückenmuskulatur
sind eng miteinander verschaltet und beeinflussen sich gegenseitig.
Bei ungestörter Funktion haben die Zähne in 24 Stunden
nur etwa 30 Minuten direkten Kontakt untereinander. Die Muskulatur
hat also lange Zeiten um sich zu erholen. Werden diese Pausen durch
andauernde Muskelanspannungen eingeschränkt, kann dies weitreichende
Folgen haben.
Eine Funktionsstörung des Kiefergelenks kann durch unterschiedliche
Faktoren ausgelöst werden. Schlecht sitzende Kronen oder Brücken,
zu hoch stehende oder fehlerhafte Füllungen, Zahnfehlstellungen
und der Verlust von Zahnsubstanz (z. B. durch Karies) kommen als
Ursache ebenso infrage wie eine falsche Stellung der Kiefer zueinander
(Fehlbiss) oder angeborene bzw. erworbene Haltungsfehler. Belastende
Lebensbedingungen können eine Funktionsstörung zusätzlich
verstärken. Denn vielfach wird psychischer Druck an den Zähnen
abgeleitet.